EIGENVERANTWORTLICHKEIT - Personen, die sich Ziele setzen und Erfolge vor allem auf eigene Anstrengungen und Leistungen zurückführen, sind in der Regel tatkräftiger und motivierter als Personen, die die Ursachen für Erfolg und Misserfolg in äußeren Umständen suchen.
LEINSTUNGSDRANG / ANSPRUCHSNIVEAU - Ein zu erreichendes Ziel ist immer mit zwei Möglichkeiten verbunden: - Erfolg = Ziel erreicht - Misserfolg = Ziel nicht erreicht Manche Menschen, die in ihrem Leben häufig Misserfolge erlebt haben, weichen Leistungssituationen intuitiv aus, um eben diese Misserfolge nicht mehr erleben zu müssen. So wird der natürlich vorhandene Leistungsdrang Stück für Stück abgebaut. Zwangsläufig bleibt dadurch auch der Erfolg aus, denn es werden keine weiteren Erfahrungen gemacht, aus denen man lernen könnte. Statt Leistungsdrang entwickelt sich Leistungsangst. Menschen mit weniger Leistungsdrang / Anspruchsniveau stellen also weniger Ansprüche an die eigene Leistung. Ihr Anspruchsniveau ist entsprechend weniger ausgeprägt. Sie sind mit weniger Erreictem zufrieden.
SELBSTVERTRAUEN / SELBSTBEWUSSTSEIN - Der persönliche Arbeitseinsatz angesichts von Aufgaben und Problemen ist im wesentlichen das Produkt aus der Einschätzung der Schwierigkeit der Aufgabe und der Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Letzteres spielt eine wesentliche Rolle, denn zu viel Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein führt zur Arroganz, zu wenig Selbstvertrauen dagegen zu übersteigerter Selbstkritik, Minderwertigkeitsgefühlen und zu Misserfolgen im Beruf. Menschen mit positivem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein haben keine Kommunikationprobleme.
MOTIVATION, ENGAGEMENT UND PFLICHTBEWUSSTSEIN - Unter Motivation soll hier verstanden werden, wie stark sich eine Person mit einem Unternehmen, den gestellten Aufgaben und Zielsetzungen identifiziert. Hohe fachliche Qualifikation nützt nichts, wenn man nicht motiviert ist, denn die Fähigkeiten kommen aus Mangel an Motivation nicht zum Zuge. Bei erfolgreichen Menschen wird deshalb immer wieder festgestellt, dass sie extrem hoch motiviert sind.
KONTAKTFÄHIKEIT / KONTAKTFREUDE - In allen erfolgreichen Kontakten tauschen Menschen Informationen über sich selbst aus, die häufig auch in die private Sphäre gehen. Diesen Prozess bezeichnet man als Self-disclosure / Selbstöffnung ("small-talks"). Das "Mitteilen und Austauschen" von eher privaten Informationen beruht auf Gegenseitigkeit: Wenn jemand "private" Informationen gibt, dann ist das quasi eine Aufforderung für den Gesprächspartner das Gleiche zu tun. Fehlt dieser gegenseitige Austausch, entsteht i.d.R. eine Atmosphäre von Kühle und Distanz.
UMGANG MIT ANDEREN MENSCHEN, OFFENHEIT - Der Umgang mit anderen Menschen, das "sich einstellen können" auf sozial höhere Schichten oder überhaupt auf andere Menschen, hängt von den Gefühlen ab, die sich diesem Personenkreis gegenüber entwickeln. Durch die Gesetzmäßigkeiten der Rangordnung wird dadurch Akzeptanz für die eigene Person erreicht oder aber auch nicht. Von dieser Akzeptanz wiederum (fachlich wie auch persönlich) wird beruflicher Erfolg nicht unmaßgeblich beeinflusst.
EINFÜHLUNGSVERMÖGEN - Im zwischenmenschlichen Bereich, insbesondere im Berufsleben, ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen eine wichtige Voraussetzung. Wenn Menschen miteinander sprechen, dann verwenden sie nicht nur "direkte Botschaften", sondern auch Botschaften, die "zwischen den Zeilen" stehen. Diese Botschaften werden durch die Formulierung des Gesprochenen, durch den Tonfall, die Mimik und Gestik übertragen. In Gesprächen kommt es darauf an, diese Botschaften zu erfassen und richtig zu interpretieren, um immer angemessen reagieren zu können.
EINSATZFREUDE - Menschen mit hoher Einsatzfreude identifizieren sich mit ihrer Arbeit und mit ihren Aufgaben. Sie setzen sich mit Engagement ein. Projekte werden konsequent vorangetrieben. Man hat Spaß am Beruf und setzt sich für die Unternehmens- und Teamziele ein.
STATUSMOTIVATION - Es gibt nur relativ wenig Berufe, in denen Statussymbole überhaupt keine Rolle spielen. Bei vielen Jobs, insbesondere in Abhängigkeit von der erreichten Position, erwartet das gesellschaftliche Umfeld geradezu diesen "Nachweis". Ein angemessener Geltungsdrang wird somit für viele Menschen zu einem gewissen "Muss" und damit zu einem zusätzlichen Motivator, sich für die eigenen Ziele anzustrengen und einzusetzen.
SYSTEMATIK - Unter Systematik wird hier verstanden, ob eine Person logisch und strukturiert vorgegebene Aufgaben bewältigt oder sich lieber nach eigener Laune, also mehr spontan und nicht zielgerichtet, verhält. Menschen mit einem hohen Grad an Systematik gehen komplizierte Aufgaben Schritt für Schritt nach einem genauen Plan an.
INITIATIVE - Unter Initiative verstehen wir das eigenständige Handeln ohne Anstoß oder Druck von außen. Dieses Handeln ist in zweierlei Hinsicht bedeutsam. Erstens: Sich selbst Ziele setzen und diese auch verfolgen (z.B. neue Ideen, Innovationen, Verbesserungen zu suchen und voranzutreiben) Zweitens: Wenn sich Hindernisse in den Weg stellen, selbständig nach Alternativen und Lösungen zu suchen. Viel Initiative ist ein Baustein für schnelleres berufliches Vorankommen.
KRITIKSTABILIÄT - Viele Menschen leiden regelrecht unter der Kritik von anderen Personen, weil sie diese immer als einen persönlichen Angriff empfinden. Aber ohne Kritik von anderen ist eine persönliche Weiterbildung oder Weiterentwicklung praktisch nicht möglich. Kritikstabilität bedeutet also, Kritik positiv umzusetzen und nicht als Angriff auf die eigene Person zu betrachten. Kritik ist eine Dienstleistung. Wer das so sieht ist in der Lage, die sachlichen Inhalte einer Kritik zu extrahieren und fühlt sich nicht persönlich angegriffen. Die persönliche Weiterentwicklung ist dann viel leichter.
MISSERFOLGSTOLERANZ, GELASSENHEIT BEI MISSERFOLGEN - Ein wichtiger Aspekt der Gesamtmotivation ist der gelassene Umgang mit den kleineren und größeren Misserfolgen, mit denen alle Berufstätigen zu tun haben. Wer jedoch durch jeden kleinen oder größeren Misserfolg beunruhigt wird und versucht, diesen regelmäßig und gezielt zu entgehen, statt gelassen zu bleiben, beeinträchtigt letztlich die eigene Leistungsfähigkeit. Gelassenheit bei Misserfolg ist also ein wesentlicher Faktor, um mit den vielen kleineren und größeren Berufsproblemen fertig zu werden. Es ist die Voraussetzung, um Misserfolge in Erfolge umzusetzen zu können.
EMOTIONALE GRUNDHALTUNG - Mit dieser Dimension wird die allgemeine Grundeinstellung einer Person zum Leben und zur Arbeitswelt erfasst. Es gibt Menschen mit einer optimistischen und solche mit einer eher resignativen Grundhaltung. Letztere wirkt sich in beruflichen Situationen für die betroffene Person und Ihr persönliches Umfeld zumeist negativ aus. Mitarbeiter mit optimistischer Grundeinstellung zum Leben haben Freude am Arbeitsplatz, am Erfolg des Unternehmens und am Erfolg der Kolleginnen und Kollegen. Auch in ihrer Freizeit fühlen sie sich wohler.
SELBSTSICHERHEIT, EMOTIONALE STABILITÄT - Dieser Faktor beschreibt, in welchem Maße eine Person Gefühle der Sicherheit oder Unsicherheit empfindet. Sicherheit bedeutet, dass man Entscheidungen ohne Probleme fällen kann und sich auf dem beruflichen Parkett, z.B. bei Meinungsdifferenzen, ohne Schwierigkeiten und Selbstzweifel bewegt. Diese Personen akzeptieren die beruflichen Umstände und fühlen sich in der Umwelt und im Unternehmen wohl.
FLEXIBILITÄT - In den heutigen Arbeitsprozessen wandeln sich die Abläufe und Anforderungen in immer kürzeren. Im Arbeitsprozess ist es häufig erforderlich, sich auf neue Situationen, auf Unterbrechungen, wechselnde Prioritäten, neue Menschen oder interne und externe Kunden einzustellen. Personen mit hoher Flexibilität haben damit keine Probleme. Ihnen fällt es leicht, gelassen zu reagieren und sich angemessen zu verhalten.
ARBEITSZUFRIEDENHEIT - In unserer Arbeitswelt gibt es häufig Situationen, in denen die Bedürfnisse oder Interessen von zwei oder mehr Personen sich zunächst zu widersprechen scheinen. Dies führt nicht selten zu kleineren oder größeren Konflikten, Interessengegensätzen, Meinungsverschiedenheiten oder Widerständen. Der Faktor Arbeitszufriedenheit beschreibt somit die momentane Gesamtzufriedenheit mit der gegebenen Arbeitssituation, den Kolleginnen und Kollegen, dem Unternehmen sowie den geforderten Leistungen und Gegenleistungen.